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News

Kurs "Anwendung
von EFT bei Kindern"
Bielefeld
11. März 2012

Stand 14. Dezember 2011

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Das Teufelchen im Kopf oder wie Lisa einfach nicht mehr rechnen konnte

Lisa ist 10 Jahre alt. Rechnen ist nicht gerade ihr Lieblingsfach. Und gerade in einer Rechenarbeit hatte Lisa einen echten Blackout. Ergebnis FÜNF!
Die Mutter rief mich in der Praxis an, weil Lisa anfing, dieses einmalige Erlebnis auf alle möglichen Situationen und Schulfächer zu übertragen. Bis hin zu Sätzen wie: Ich geh da nicht mehr hin, ich kann das eh nicht, ich bin zu blöd dafür usw.
Die Mutter wusste sich keinen Rat mehr, und wir vereinbarten einen ersten Termin.

Wenn es um Kinder geht, dann führe ich in der Regel das Erstgespräch mit den Eltern allein. Ich finde es nicht so schön, über Kinder zu reden, wenn diese dabeisitzen (da rede ich lieber mit Kindern). Dennoch sind mir manche Hintergrund-Informationen schon auch sehr wichtig, die ich dann in diesem ersten Gespräch versuche zu klären.
Außerdem stelle ich meine Arbeit vor, und danach entscheiden die Eltern, ob sie sich vorstellen können, dass ihr Kind mit mir arbeiten kann und will oder nicht. Schließlich kennen sie ihr Kind am besten.
Die Eltern wissen dann auch schon, was ungefähr in der nächsten Stunde passiert, kennen die Räume und strahlen dadurch allein schon viel mehr Sicherheit aus, welche wiederrum dem Kind zugute kommt.
Und der vielleicht wichtigste Punkt: Auch in dieser Stunde lassen sich mit EFT schon eine Menge Blochaden lösen. Und ganz nebenbei lernen die Eltern diese wundervolle Methode auch schon mal kennen.

Bei Lisas Mutter war es z.B. :
"Ach, ich hätte Lisa so gern diese Erfahrung erspart, sie tut mir so leid, ich weiss gar nicht, wie das je wieder besser werden soll."
Wunderbare tap-tap-tap Sätze

EFT
"Auch wenn es mir so leid tut, dass Lisa eine 5 in der Rechenarbeit geschrieben hat, liebe ich sie über alles und sie ist ein tolles Kind." (klopfen)
"Auch wenn ich Lisa nicht alle negativen Erfahrungen ersparen kann und es mir das Herz zerreißt wenn sie dann weint, bin ich eine gut Mutter und ich gebe mein Bestes." (klopfen)
"Auch wenn ich so manchen Fehler mache, akzeptiere ich mich voll und ganz. Und ich spüre meine Tochter liebt mich, so wie ich bin. Und ich liebe meine Tochter, so wie sie ist, von ganzem Herzen." (klopfen)
"Auch wenn ich mich im Moment so verzweifelt fühle und gar nicht weiß, wie das besser werden kann, bin ich stolz auf mich, dass ich mit Unterstützung gesucht habe." (klopfen)

Am Ende der Stunde hatte Lisas Mutter eine Menge geschafft. Sie hatte für sich ein Gefühl bekommen, auch wenn diese 5 schlimm war, es ist gut zu lernen, dass "davon die Welt nicht untergeht". Und nach den EFT Runden war dies kein leerer Satz, sondern am entspannten Gesichtsausdruck konnte ich sehr gut sehen, dieser Satz war mit ganz viel Überzeugung, Gefühl und liebevollen Gedanken gefüllt.

Als die beiden zusammen zum zweiten Termin kamen, erlebte ich Lisa als sehr aufgewecktes, aufgeschlossenes und interessiertes Kind.
In der ersten Stunde mit den Kinder lasse ich diese erstmal ganz langsam ankommen. Ich zeige meine Räume, lasse sie alles in Ruhe ansehen und steige dann erstmal mit kinesiologischen Anschaltübungen ein. D.h. erstmal ein bisschen Bewegung. Alle!

Wenn die Bewegungen ruhiger werden, erst dann fange ich an zu fragen.

"Ist das okay, wenn ich dir ein paar Fragen stelle?"
Zur Antwort kam es gar nicht richtig, weil Lisa mir einfach "Ich hab eine 5 geschrieben" entgegenschleuderte.

"Oh, ne 5, in welchem Fach denn?"
Lisa: (ganz leise): "Rechnen."
"Hmm, rechnen."
"Ja, und dabei hatte ich so viel geübt."
"Das ist ja noch viel mehr gemeiner. Da übst du so toll und viel und dann ..."
"Wie ist denn das passiert?"
"Ich hab einfach nicht mehr denken können."
"Wie konntest du denn da einfach nicht mehr denken?"
"Da hat der den Schalter hier ausgemacht."
"Wo genau?" Lisa zeigt an eine Stelle an der linken Kopfseite.
"Und vorher war der Schalter an?"
"Ja."
"Wie ist des Schalter denn jetzt?"
"Der ist jetzt auch aus."
"Wer hat den Schalter denn ausgemacht?"
"Na, das Teufelchen!"
"Ach so!"

(Ich nehme das, was das Kind mir anbietet. Um uns also auf das Thema "Blackout Rechnen" einzustimmen, haben wir es gerade mit einem Schalter im linken Kopf und einem Teufelchen zu tun, der genau beim Rechentest den Schalter abgeschaltet hat. Ich glaube, man kann sich kaum genauer und konkreter auf ein Thema einschwingen, und das bis jetzt, ohne auch nur ein bisschen traurig zu sein.)

"Erzähl mir doch gleich nochmal genau die Sache, wie das so war, wie das Teufelchen den Schalter bei dem Rechentest aus gemacht hat. Dabei machen wir aber ein Experiment, wenn du magst. Wir klopfen einfach auf ein paar andere Schalter. Hast du gewusst dass du noch ganz viele andere Schalter hast?" (Kopfschütteln) "Okay, dann wird das ja mal Zeit, dass du die kennenlernst, oder?"
(Kopfnicken)

Lisa erzählt das Erlebnis nun sehr ausführlich, und wir klopfen einfach die EFT-Sequenz runter und wieder hoch, runter und hoch. Lisa macht einfach nach, was ich mache. Auch die Mutter klopft für Lisa.
Lisa ist völlig in ihrer eigenen Geschichte, klasse.
Manchmal stelle ich noch ein paar Fragen, um alle möglichen Sinneskanäle anzusprechen (z.B. was sie an hatte, ob es in der Klasse eher warm oder kalt war etc.) .
Lisa fühlt sich zunehmend wohler in ihrer Geschichte und bekommt so langsam richtig Spaß, was daran deutlich wird, weil sie immer lustigere Ausschmückungen verwendet.

Als wir fertig sind, frage ich nach dem Schalter. Lisa überlegt und irgendwie spürt sie, da hat sich etwas verändert, aber irgendwie war unser "Klopfen und Erzählen" auch lustig.
Ihre Antwort lautet: "Der Schalter ist an, aber der Teufel hat seinen Dreizack vergessen, da müssen wir noch mal hier so trommeln an den neuen Schaltern."

"Okay, super, prima." Lisa hat EFT erlebt und verstanden. Und die Mama auch, sie ist richtig gerührt von Lisas Phantasie.
Also jetzt geht die Geschichte mit dem Dreizack weiter; EFT- Sequenz hoch-runter, runter-hoch.
Am Ende der Stunde frage ich dann noch, wie es ihr jetzt geht.
Lisa: "Gut, weil jetzt weiss ich ja, wie ich mit den neuen Schaltern dasTeufelchen wieder zum Klopapier sortieren in die Hölle schicken kann."

Wie auch immer plötzlich das Klopapier in dieser Geschichte zu einer Rolle gekommen ist, ich habe keine Ahnung. Zumindest hat das Teufelchen nun eine neue Aufgabe. (grins)
Das Wichtigste ist: Lisa weiss, was sie damit meint.
Es ist spürbar, dass sie das Vertrauen in sich zurückerobert hat.
Und noch mehr, sie hat auch wie selbstverständlich verstanden, dass sie bei einem vielleicht erneuten Schalter-Notfall einfach ihre "neuen" Schalter trommeln kann.


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EFT-Literatur
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